Es ist Frühling in Berlin und Brandenburg – Steffen Schwanitz aus Frankfurt (Oder) fragt mich, ob ich Lust und Zeit habe mit ihm einen Toastmastersclub in Frankfurt an der Oder zu gründen.

Wichtigster Aspekt für die Gründung eines Toastmastersclub ist es einen geeigneten Raum zu haben, der möglichst wenig an Miete kostet.

Toastmasters ist eine Non-Profit-Organisation, die über geringe finanzielle Mittel verfügt. In Berlin erheben die Clubs einen monatlichen Beitrag von 10 Euro. Davon werden 6 Dollar pro Monat je Mitglied in die USA zur Mutterorganisation Toastmasters International überwiesen. D. h. ein Club mit 25 Mitgliedern kann über rund 100 Euro monatlich verfügen – das läßt nur bescheidene Kosten für den Toastmastersclub zu.

Steffen hatte einen Raum bereits organisiert – das Restaurant Schroffensteins im #Kleist Forum mitten in Frankfurt (Oder). Wir haben noch ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder), Herrn Stefan Voss, geführt. Er war gut vorbereitet und hatte auch den Wikipedia-Beitrag über die Organisation Toastmasters gelesen. Leider wird dort darauf hingewiesen, daß es in den USA auch einen Club im Hause der Sekte von Herrn Hubbard gibt. Das führt zu manchem Mißverständnis.

Grundsätzlich ist die Organisation Toastmasters und damit auch die Toastmasterclubs weltanschaulich, politisch und religiös neutral. Das kann jeder Gast an unseren Clubabenden bei den Frankfurt (Oder) Toastmasters oder anderen Clubs in Berlin beobachten. Wir geben keine Inhalte für Redeprojekte vor – die Themen sucht sich der Redner selbst. Wir möchten nur keine parteipolitischen Reden hören oder religiös missioniert werden. Darauf achten alle Clubs an den jeweiligen Clubabenden. Andererseits entspricht es dem Grundverständnis der US-Amerikaner seine Meinung frei äußern zu dürfen. Und im Zusammenhang mit Firmen-Clubs beurteilt die Organisation Toastmasters International nicht das Geschäftsmodell. Das würde dem Grundverständnis von Toastmasters widersprechen. Also müssen wir akzeptieren, daß auch das vermeintlich Böse den Nutzen der Rhetorik verstanden hat und für sich nutzt.

Letztlich spielt es keine Rolle – die Frankfurt (Oder) Toastmasters sind keine Sekte. Nachdem wir also die nächste Hürde genommen haben, konnten wir starten.

Was fehlt noch für einen erfolgreichen Start? Gäste und Unterstützung.

Unterstützung ist bei Toastmasters leicht zu organisieren. Ein Anruf, eine E-Mail und wir haben Unterstützung. Gäste zu finden ist schon schwieriger. Wir haben über #Xing, über #Facebook und über #meetup eingeladen. Artikel in der MOZ platziert und über Bekannte auf uns aufmerksam gemacht.

Wir sind aktuell 10 Mitglieder und blicken mit großer Zuversicht in das Jahr 2016. Frankfurt an der Oder hat Dank der Frankfurt (Oder) Toastmasters und der Europa-Universität Viadrina zwei brillante Organisationen, die sich der Aufgabe verschrieben haben den Menschen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten zu vermitteln.

Wir werden auch im Jahr 2016 an dieser Aufgabe entschlossen arbeiten.

JurgenHall

JURGEN HALL